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Alma (Durchfall und Erbrechen )

Liebes Anifit Team,

Im August 2017 bekam ich meine kleine Alma (span. für Seele)  Ein „Lagotto Romagnolo“ Mädchen. Auch wenn wenig bekannt, gibt es diese Rasse schon seit dem 17. Jahrhundert. Entsprechend robust und instinktsicher sind diese Hunde.

Wie üblich, bekamen wir von der Züchterin einen Sack Futter und eine kleine Decke mit „Mamas“ Geruch mit nach Hause. Damit die Umstellung und Eingewöhnung nicht so schwer fallen sollte. So weit so gut. Aber schon nach sehr kurzer Zeit verweigerte Alma dieses Futter.  Schade -Denn ich hatte selbstverständlich gleich Nachschub bestellt!  Aber sobald ihr klar war, dass Futterneid nun nicht mehr nötig war, schmeckte es ihr offensichtlich nicht mehr. Sie spuckte es mir buchstäblich vor die Füße! OK- Ich musste mir etwas anderes einfallen lassen.

Also ab in den Zoohandel und mich nach gutem Futter erkundigt! BARFEN (klick) fiel erst einmal flach da mir die Tierärztin dringend im ersten Lebensjahr davon abriet. Meine Tendenz ging zu Trockenfutter. Ist ja sooo schön praktisch- Lässt sich gut lagern! Kann man in großen Mengen einkaufen und man muss nicht ständig für Nachschub sorgen. Es ist schön leicht und lässt sich auch gut in den Urlaub mitnehmen. Es soll gut für die Zähne sein und gegen die gefürchtete (weil schmerzhafte) Verstopfung der Analdrüsen wirken, usw. Außerdem war Alma ja an Trockenfutter gewöhnt. Gut, das erste mochte sie nicht aber das musste ja nicht für alle Sorten gelten! Ich versuchte im laufe der Zeit die unterschiedlichsten Sorten und Marken. Alle vermeintlich hochwertig- da hochpreisig. Premiumfutter halt! Selbstverständlich wollte ich die kleine Fellnase nur mit dem besten versorgen. Aber immer spuckte sie es mir nach kurzer Zeit vor die Füße und verschmähte es. Hier hat mein Instinkt das erste mal kläglich versagt!!

Gut dann eben doch Dosenfutter. Vielleicht steht sie einfach nicht auf Trockenfutter, dachte ich.  Also: „the same pocedure as…“ Hochwertiges Dosenfutter verschiedenster Hersteller und Geschmacksrichtungen ausprobiert. Immer wieder das Gleiche-Nach kürzester Zeit fraß sie nur mit Widerwillen und zum Zwecke der Lebenserhaltung. Wohl gemeinte Ratschläge wie: „Du kannst dir ein verwöhntes Hundchen auch erziehen, lass es stehen, wenn sie Hunger hat wird sie schon fressen usw. brachten uns auch nicht weiter. Und glücklicherweise habe ich darauf auch nicht hören wollen. Schließlich benötigt ein Hund ebenso seine  guten Nährstoffe wie wir Menschen, um gesund und glücklich zu sein. Möglicherweise hätte das nur dazu geführt, dass ich ihr einen wichtigen Instinkt aberzogen hätte.

Erschwerend kam hinzu, dass wir ständig beim Tierarzt waren. Immer wieder plagte sie Durchfall und Erbrechen im Wechsel mit heftigen Verstopfungen und Blähungen. Wenn wir im Wald unterwegs waren fraß sie alles was sie kriegen konnte. Pferdemist, Hundekacke usw. und keine Pfütze im Wald war vor ihr sicher. Klar- da holt man sich alle möglichen Krankheitserreger und Parasiten! Und wieder war sie krank und bekam Antibiotika und anschließend musste der Darm saniert werden. Außerdem kochte ich ständig die berühmte Möhrensuppe nach Moro(klick) und musste anschließend Schonkost füttern.  Alles sehr unschön, teuer, aufwendig und für den Hund extrem belastend und schmerzhaft. Mein Instinkt versagte fast auf ganzer Linie. Ich hörte auf die guten Ratschläge anderer Hundebesitzer, Fachverkäufer und Tierärzte. Worauf ich nicht hörte war mein gesunder Menschenverstand und den Instinkt meiner kleinen Alma. Die Wende kam als ich auf einer Hundemesse eine Dame traf, die mir „auch“ etwas über artgerechte Tierernährung erzählte. Der Unterschied: Hier gab es endlich einen knallharten Faktencheck (klick), der meinen gesunden Menschenverstand wach werden ließ.

Ich kaufte also, zugegebenermaßen immer noch skeptisch, bei ihr ein Schnupperpaket für Alma und bin immer noch „baff“ erstaunt was dann passierte. Meine kleine Fellnase frisst mit wachsender Begeisterung ihr Futter. Sie stürzt sich förmlich darauf. Das kannte ich überhaupt nicht. Ich hatte es als „gottgegeben“ hingenommen, das sie eben kein typischer Hund ist, der frisst bis der Napf leer ist. Nach einer kurzen Phase der Entgiftung riecht sie ganz anders, auch aus dem Maul. Ihr Kot hat sich normalisiert. Kleine, wohlgeformte Häufchen sind jetzt an der Tagesordnung. Ohne Rückstände die unangenehm riechen und ihr Fell um den After verkleben würden. Keine Blähungen mehr. Kein Erbrechen oder Durchfall mehr, seit wir die Nahrung umgestellt haben.

Wenn wir heute in den Wald gehen, lassen sie andere Hundehaufen kalt und Pferdemist ist nur noch ganz selten interessant. Ebenso die Pfützen. Sie ist insgesamt viel ausgeglichener und zufriedener. Dieses Verhalten hat mich übrigens am meisten erstaunt. Meine Schlussfolgerung: Offensichtlich hat ihr Instinkt dafür gesorgt, dass sie versuchte sich das was ihr in der früheren Nahrung fehlte, über den Kot anderer Tiere und das Pfützenwasser im Wald zu holen.

Fazit

  • Den eigenen Instinkten zu folgen, konnte ich Alma glücklicherweise nicht aberziehen. Sie hat mir deutlich gezeigt, dass es gut und richtig ist dem natürlichen Instinkt zu folgen und mich glücklicherweise „gezwungen“ meinen Verstand einzusetzen. Damit es endlich für sie gut wurde.
  • Wir lieben beide (Alma und ich) dieses neue Futter und können es uneingeschränkt empfehlen. Es spart uns viel Zeit, Sorgen und Geld. Und es verhilft uns zu Wohlbefinden und guter Gesundheit für Alma.