Giardien, eine unbekannte aber häufige Infektion
Ursprünglich waren Giardien stärker in südlichen Ländern verbreitet, aber inzwischen hat sich diese Infektionskrankheit auch in Europa flächendeckend ausgebreitet. Von manchen werden Giardien bereits als neue Seuche gehandelt, so häufig ist diese.
Die Auswirkungen für das Wirtstier sind anfänglich unscheinbar. Nach der Inkubationszeit von 7-21 Tagen sind in der Regel noch keine Symptome erkennbar, außer die bereits erwähnten Nahrungsmangelerscheinungen, da ja die inzwischen milliardenfach vermehrten Giardien einen Teil der Nährstoffe absaugen. Diese Mangelerscheinungen sind aber in der Regel erst sehr spät zu erkennen. Viel früher treten Erscheinungen wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen auf. Gerade ein lang anhaltender, wässriger Stuhl ist ein sehr häufiges Symptom für einen Giardienbefall.
Mit dem Durchfall will sich der Körper gegen den Parasiten wehren, aber tatsächlich verhilft er diesem nur zur Vermehrung. Über den Kot werden nämlich Giardien-Zysten ausgeschieden, mit denen die Infektion auf andere Lebewesen übertragen werden kann. Diese Zysten sind mit einer widerstandsfähigen dicken Membran ausgestattet, so dass sie bei feuchter Umgebung bis zu vier Monate (!!) ansteckungsfähig bleiben können.
Ein Giardienbefall kann nur vom Tierarzt mit einer Stuhlprobe nachgewiesen werden. Aber Achtung: Nicht jeder Stuhl muss Giardien-Zysten enthalten. Man muss daher den Stuhl von mehreren Tagen sammeln, um Gewissheit zu haben. Wenn ein Giardienbefall festgestellt wird, so müssen Sie alle Tiere im Haushalt behandeln, um eine permanente Neuinfektion zu vermeiden.
Eine gute Vorbeugung gegen einen Giardienbefall ist ein funktionierender Magen-Darm Trakt. Je stärker das Immunsystem und die Verdauung sind, desto besser kann der Körper mit allen Arten von Infektionen umgehen. Wie so oft ist damit auch wieder die gesunde, natürliche Ernährung ein Schlüssel für das Wohl des Tieres.

